Veranstaltungen

23.05.2018 - 07:00 - Kulturzentrum Anne Frank, Leopardistr. 31, Meran

L'antisemitismo nazista in tre libri per ragazzi

"Zum Hass erziehen" – Arnaldo Loner und Ivano Palmieri sprechen über NS-Kinderbücher

Begrüßung: Elisabetta Rossi-Borenstein
Einführung: Joachim Innerhofer, Jüdisches Museum Meran

Präsentation des Buches „Educare all’odio. L’antisemitismo nazista in tre libri per ragazzi“ (Cierre Edizioni, Verona, 19,50 EUR), einer kritischen Ausgabe von drei Kinderbüchern der NS-Zeit, die bezweckten, die junge Generation zu einer aggressiv antisemitischen Haltung zu erziehen. Rechtsanwalt Arnaldo Loner war Ankläger der Gemeinde Bozen im Prozess gegen Mischa Seifert und ist ein Mitglied des Partisanenverbands ANPI Bozen. 2016 wirkte er an der Herausgabe des Bandes „Buchenwald 1943–1945“ in Kooperation mit der Associazione Nazionale Ex-Deportati nei Campi Nazisti ANED mit.

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08.05.2018 - 06:00 - Frauenmuseum Meran

Erinnerungen an damals: Zeitzeuginnen erzählen

Ester (Esti) Schmorak und Martha Flies-Ebner

Eine Veranstaltungsreihe von urania meran und Frauenmuseum Meran
In Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde Meran
Einführung: Sabine Mayr, Germanistin (Projekt: Datenbank der Jüdischen Gemeinde Meran)
Gesprächsleitung: Marlene Messner, urania meran

Ester (Esti) Schmorak wurde 1947 als Tochter von Ida Wischkin und Leopold Schmorak in Meran geboren. Ihr 1886 in Riga geborener Großvater Mendel Wischkin kam, mit seiner Frau Pessa Troki und ihren Kindern David, Giorgio und Ida, nach dem Ersten Weltkrieg nach Meran. Mendel Wischkin war im Obstexport nach Russland tätig und führte in der Matteottistraße 22, dem späteren Apollokino, ein Obstmagazin.

Martha Flies-Ebner ist eine bekannte Zeitzeugin der Geschichte Südtirols. Ihr Onkel war Kanonikus Michael Gamper, der sich während der Optionszeit für den Verbleib in Südtirol einsetzte und eine treibende Kraft bei der Organisation der Katakombenschulen war. Martha wurde 1922 geboren. Sie half noch als Mädchen Flugblätter zu vervielfältigen und machte Schreibarbeiten für die Dableiber. Früh stieg sie in das Athesia-Unternehmen ein, das Michael Gamper nach Kriegsende wieder aufbaute und bis 1956 leitete. Nach Gampers Tod übernahm Toni Ebner, den Martha 1944 geheiratet hatte, die Leitung der Athesia und die Chefredaktion der Dolomiten.

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03.05.2018 - 07:00 - Kulturzentrum Anne Frank, Leopardi-Str. 31, Meran

Die Geschichte der Rechten im Fokus

Podiumsdiskussion mit Thomas Casagrande, Karl Pfeifer und Leopold Steurer

Moderation: Sabine Mayr und Joachim Innerhofer

Karl Pfeifer ist einer der streitbarsten Publizisten Österreichs. Er befasst sich mit dem erstarkten Nationalismus und Antisemitismus genauso wie mit der Aufarbeitung der Vergangenheit und mit Antifaschismus. Karl Pfeifer wurde 1928 in Baden bei Wien geboren. Nach dem Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland musste er als Kind nach Ungarn flüchten, wo er 1940 der sozialistisch-zionistischen Jugendorganisation Haschomer Hatzair beitrat. Noch vor der deutschen Besetzung Ungarns gelang ihm im Januar 1943 mit weiteren 50 Jugendlichen und Kindern auf abenteuerliche Weise die Flucht nach Palästina, wo er in einem Kibbuz lebte, ab 1946 in der Elitetruppe Palmach und nach der Staatsgründung Israels bis 1949 in der israelischen Armee diente. Nach seiner Rückkehr nach Österreich 1951 war Karl Pfeifer langjähriger Redakteur der Zeitung der Israelitischen Kultusgemeinde und Korrespondent des israelischen Radios in Wien. Seit 1999 ist er Wiener Korrespondent der Budapester Wochenzeitung „Hetek“. Seine Buchpublikationen umfassen: „Nicht immer ganz bequem“ (1996), die Israel-Studie mit Theodor Much „Bruderzwist im Hause Israel“ (1999), „Einmal Palästina und zurück: Ein jüdischer Lebensweg“ (2013), „Immer wieder Ungarn. Autobiographische Notizen, Nationalismus und Antisemitismus in der politischen Kultur Ungarns – Texte 1979 bis 2016“ (2016).

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